Makro-Notiz: Der unmittelbare Schock hat nachgelassen, aber das Inflationsrisiko nicht

Der unmittelbare Schock hat nachgelassen

Die Waffenruhe hat die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Energiepanik verringert. Das erklärt, warum Öl gefallen ist und Risikoanlagen zugelegt haben.

Aber Inflation ist mehr als nur Öl-Futures

Das Inflationsrisiko ergibt sich nicht nur aus dem Ölchart. Es entsteht auch durch beschädigte petrochemische Versorgung, Verzögerungen in der Schifffahrt, höhere Versicherungskosten, engere Logistik und eine langsamere industrielle Normalisierung.

Ein langsameres Makroproblem könnte entstehen

Dadurch entsteht ein komplizierterer Ausblick. Die Märkte mögen das Wegfallen des Worst-Case-Szenarios feiern, während die Realwirtschaft weiterhin mit einem langsamer wirkenden Kostenproblem konfrontiert ist.

Was das bedeutet

Die erste Phase war ein Kriegsschock.
Die zweite Phase könnte ein Reparaturverzug sein.

Das ist besonders wichtig für energieimportierende Volkswirtschaften und für Sektoren, die auf verlässlichen Transport, stabile Inputpreise und niedrige Inflation angewiesen sind. In diesem Sinne könnte die Waffenruhe die Panik beenden, ohne den makroökonomischen Druck zu beenden.